Die gesamte Reise "A nach B" auf agglo.tv
31-07-10
durch den periurbanen Thurgau!
«A nach B»: Winterthur - Pfyn - Frauenfeld
Tag 5, 30. Juli 2010
Nach dem Kaffee verlasse ich Lisa, Jonas und Robin in Winterthur Richtung Osten, Richtung Pfyn. Mit dem Zug fahre ich zuerst in die Thurgauer Kantonshauptstadt Frauenfeld. Von Frauenfeld aus wandere ich bei perfektem Wetter in das historische Pfahlbauer-Dorf. Sehr schöne Gegend, sehr schönes Naturgebiet. Der Wasserstand der Thur ist hoch, eine reissende, braune Suppe schwimmt unter dem Steg, den ich überquere, hindurch. Es ist seit Beginn der Reise am Montag in Bern das erste Mal, dass ich für länger als eine Stunde in der Natur bin. In Pfyn merke ich, jetzt ändert auch die Sprache. Der Dialekt erfährt hier einen spürbaren Bruch, von Züri-Düütsch zu Ostschweizerdeutsch. Im Restaurant liegt die Thurgauer Zeitung auf. Von hier aus, ist es nicht mehr weit bis zum Bodensee (Romanshorn), wo ich am Sonntag eintreffen werde.
In Pfyn treffe ich das Künstlerduo Alex und Reto von zeitgarten.ch und museumpfyn.ch. Die beiden beschäftigen sich mit Kunst im Kontext von Geschichte. Hauptsächlich der Geschichte Pfyns. Losgelöst von einer wissenschaftlich-historischen Methode, integrieren sie auf spielerische Art und Weise die Einwohner von Pfyn in ihre Projekte. Die beiden tragen aus der Bevölkerung beispielsweise alte Bilder, Gegenstände oder Geschichten zusammen. Diese werden neu kombiniert und dementsprechend neu interpretiert. Wie Jäger und Sammler in prähistorischer Zeit, kollektivieren die Beiden die Puzzelteile der Pfyner Geschichte und setzen sie zu einem neuen Bild zusammen.
Meine Visite bei Alex und Reto ist nachmittagsfüllend. Am späteren Nachmittag gehen wir nach Frauenfed ins Eisenwerk. Im Kulturpark treffen wir Rahel Müller. Sie arbeitet dort an ihrer nächsten Ausstellung, die im September beginnt. Ich mache mit Rahel ein fast halbstündiges Gespräch über ihre Arbeit „reflecting“.
Am späteren Abend kommt es zu einer Hammerbegegnung. Ich lerne meinen Namensvetter, den St. Galler Künstler David Bürkler, kennen. Der bald 75-jährige erzählt mir praktisch seine gesamte Lebens- uns Kunstgeschichte. Gehe ihn bald mal in St. Gallen in seinem Atelier besuchen.
Übernachten auf Samstag kann ich bei Paddy und Marcelle, guten Freunde von mir in Frauenfeld.
Jetzt geht es weiter zur letzten Station, eventuell wie geplant nach Bürglen, sonst halt irgendwo im Thurgau. Der Bodensee ist das Ziel.
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Nach dem Kaffee verlasse ich Lisa, Jonas und Robin in Winterthur Richtung Osten, Richtung Pfyn. Mit dem Zug fahre ich zuerst in die Thurgauer Kantonshauptstadt Frauenfeld. Von Frauenfeld aus wandere ich bei perfektem Wetter in das historische Pfahlbauer-Dorf. Sehr schöne Gegend, sehr schönes Naturgebiet. Der Wasserstand der Thur ist hoch, eine reissende, braune Suppe schwimmt unter dem Steg, den ich überquere, hindurch. Es ist seit Beginn der Reise am Montag in Bern das erste Mal, dass ich für länger als eine Stunde in der Natur bin. In Pfyn merke ich, jetzt ändert auch die Sprache. Der Dialekt erfährt hier einen spürbaren Bruch, von Züri-Düütsch zu Ostschweizerdeutsch. Im Restaurant liegt die Thurgauer Zeitung auf. Von hier aus, ist es nicht mehr weit bis zum Bodensee (Romanshorn), wo ich am Sonntag eintreffen werde.
In Pfyn treffe ich das Künstlerduo Alex und Reto von zeitgarten.ch und museumpfyn.ch. Die beiden beschäftigen sich mit Kunst im Kontext von Geschichte. Hauptsächlich der Geschichte Pfyns. Losgelöst von einer wissenschaftlich-historischen Methode, integrieren sie auf spielerische Art und Weise die Einwohner von Pfyn in ihre Projekte. Die beiden tragen aus der Bevölkerung beispielsweise alte Bilder, Gegenstände oder Geschichten zusammen. Diese werden neu kombiniert und dementsprechend neu interpretiert. Wie Jäger und Sammler in prähistorischer Zeit, kollektivieren die Beiden die Puzzelteile der Pfyner Geschichte und setzen sie zu einem neuen Bild zusammen.
Meine Visite bei Alex und Reto ist nachmittagsfüllend. Am späteren Nachmittag gehen wir nach Frauenfed ins Eisenwerk. Im Kulturpark treffen wir Rahel Müller. Sie arbeitet dort an ihrer nächsten Ausstellung, die im September beginnt. Ich mache mit Rahel ein fast halbstündiges Gespräch über ihre Arbeit „reflecting“.
Am späteren Abend kommt es zu einer Hammerbegegnung. Ich lerne meinen Namensvetter, den St. Galler Künstler David Bürkler, kennen. Der bald 75-jährige erzählt mir praktisch seine gesamte Lebens- uns Kunstgeschichte. Gehe ihn bald mal in St. Gallen in seinem Atelier besuchen.
Übernachten auf Samstag kann ich bei Paddy und Marcelle, guten Freunde von mir in Frauenfeld.
Jetzt geht es weiter zur letzten Station, eventuell wie geplant nach Bürglen, sonst halt irgendwo im Thurgau. Der Bodensee ist das Ziel.
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29-07-10
«A nach B»: Baden - Spreitenbach - Winterthur
Tag 4, 29. Juli 2010
Kurz vor Mittag fällt in Baden Regen vom Himmel. Schlechte Aussichten für eine Wanderung durchs urbane Dickicht. Kurz nach Mittag wärmen erste Sonnenstrahlen das charmante Baden. Zu Fuss geht es Richtung Spreitenbach. Kurz vor Killwangen (das ist dort, wo der Mövenpick-Fressbalken in Würenlos ist) verfolgt mich eine dicke schwarze Regenwolke. Rechtzeitig schaffe ich es in eine Beiz. Im Restaurant stellt sich mir eine Frau vor. Sie sei die Gemeindeammannin von Killwangen. Aha! Sie glaubte wohl, ich drehe eine Repo über ihre Gemeinde. Egal: danach gehts weiter Richtung „Shoppi“ und „Blutwurst“. Die beiden dominanten hohen Gebäude in Spreitenbach. Ich drehe ganz fernsehmässig eine kleine Umfrage vor dem Shopping-Center. Die Meinungen sind geteilt. Für die einen ist Spreitenbach ein achritektonisches Schlachtfeld, wo es sowieso zu viele Ausländer und Kriminelle gibt. Andere wiederum machen dem Ort fast eine Liebeserklärung, lieben diesen Ort wegen seinen Naherholungsgebieten, Autobahn- und S-Bahnanschlüssen, der Nähe zu Zürich und den guten Einkaufsmöglichkeiten.
Shopping-Center als Vergnügungspark!
Eine alte Frau meint, sie gehe regelmässig ins „Schoppi“, nicht um dort einzukaufen, nein, einfach um zu „verweilen“ Zehn Minuten später berichten vier Agglo-Kiddys, sie würden täglich ins "Schoppi" gehen, micht um einzukaufen, nein, einfach um zu verweilen, um abzuhängen, wie sie es nennen. Wie ist das jetzt mit den Alten, die die Jungen nicht verstehen? Oder; machens die Alten den Jungen nach...?
Danach gehts mit Bus und Bahn nach Winterthur, nicht nach Neftenbach. Kann meinen ursprünglichen Plan nicht einhalten. Das ist aber auch gar nicht nötig. In Winterthur treffe ich Lisa und Jonas. Er ist Musiker, arbeitet grad an total geilen Songs, sie ist Studentin. Soll ich noch zum Stadtpräsidenten? Wäre gespannt, ob Winterthur auch eine so eine grosszügige Vorzeige-Terrasse hat wie die Oltner.
Morgen geht es weiter Richtung Osten, Richtung Frauenfeld. Dort gibt es ein Treffen mit einem Künstlerkollektiv. Bin gespannt!
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Kurz vor Mittag fällt in Baden Regen vom Himmel. Schlechte Aussichten für eine Wanderung durchs urbane Dickicht. Kurz nach Mittag wärmen erste Sonnenstrahlen das charmante Baden. Zu Fuss geht es Richtung Spreitenbach. Kurz vor Killwangen (das ist dort, wo der Mövenpick-Fressbalken in Würenlos ist) verfolgt mich eine dicke schwarze Regenwolke. Rechtzeitig schaffe ich es in eine Beiz. Im Restaurant stellt sich mir eine Frau vor. Sie sei die Gemeindeammannin von Killwangen. Aha! Sie glaubte wohl, ich drehe eine Repo über ihre Gemeinde. Egal: danach gehts weiter Richtung „Shoppi“ und „Blutwurst“. Die beiden dominanten hohen Gebäude in Spreitenbach. Ich drehe ganz fernsehmässig eine kleine Umfrage vor dem Shopping-Center. Die Meinungen sind geteilt. Für die einen ist Spreitenbach ein achritektonisches Schlachtfeld, wo es sowieso zu viele Ausländer und Kriminelle gibt. Andere wiederum machen dem Ort fast eine Liebeserklärung, lieben diesen Ort wegen seinen Naherholungsgebieten, Autobahn- und S-Bahnanschlüssen, der Nähe zu Zürich und den guten Einkaufsmöglichkeiten.
Shopping-Center als Vergnügungspark!
Eine alte Frau meint, sie gehe regelmässig ins „Schoppi“, nicht um dort einzukaufen, nein, einfach um zu „verweilen“ Zehn Minuten später berichten vier Agglo-Kiddys, sie würden täglich ins "Schoppi" gehen, micht um einzukaufen, nein, einfach um zu verweilen, um abzuhängen, wie sie es nennen. Wie ist das jetzt mit den Alten, die die Jungen nicht verstehen? Oder; machens die Alten den Jungen nach...?
Danach gehts mit Bus und Bahn nach Winterthur, nicht nach Neftenbach. Kann meinen ursprünglichen Plan nicht einhalten. Das ist aber auch gar nicht nötig. In Winterthur treffe ich Lisa und Jonas. Er ist Musiker, arbeitet grad an total geilen Songs, sie ist Studentin. Soll ich noch zum Stadtpräsidenten? Wäre gespannt, ob Winterthur auch eine so eine grosszügige Vorzeige-Terrasse hat wie die Oltner.
Morgen geht es weiter Richtung Osten, Richtung Frauenfeld. Dort gibt es ein Treffen mit einem Künstlerkollektiv. Bin gespannt!
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spreitenbach - schoppi und blutwurst
Wander-Bemerkungen:
normalerweise bewegen wir uns schnell durch den urbanen raum! auto, zug, bus etc. durch wandern aber erst wird eine andere qualität der wahrnehmung erreicht!
mensch wandert in der natur, sucht abstand zum urbanen alltag. urbaner raum ist nur noch funktional- und gebrauchsraum! er wird nur fragmentarisch wahrgebmnommen! im gegensatz zur natur, die gesamthaft betrachtet wird!
urbaner raum ist komplett durchformatiert und durchgebrandet! eigene reflektion wird durch künstliche reize überflutet und beeinflusst!
jeder quadtratmeter der schweiz ist urban, agglomertationen sind hyperurban!
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28-07-10
«A nach B»: Olten - Baden
Tag 3, 28. Juli 2010
Den heutigen Tag könnte man als „Day Off“ bezeichnen. Nicht wirklich viel passiert; oder doch?! Am späten Vormittag verliess ich das 11. Stockwerk bei Anna. Weitere Sozialstudie beendet.
Es regnete in Olten in strömen. Bis in den späten Nachmittag hinein verweilte ich im Restaurant Alte Mühle. Eigentlich wollte ich wandern. Richtung Atomkraftwerk. Nach 14.00 Uhr entschied ich mich, mit dem Zug nach Baden zu fahren. Im Zug brauste der spannende urbane Raum an mir vorbei. Jenen Raum, den ich eigentlich durchwandern wollte. Ich weiss jetzt, dass eine einzige Reise keinen ganzen Film macht. Ich muss die Gegend nochmals begehen, dann wirklich zu Fuss. Eventuell mehrmals, und die Menschen nochmals treffen. So viele Hochhäuser und Baustellen, die den ländlichen Raum mehr und mehr zum urbanen Ganzen werden lassen. Also, gegen 15:00 war ich in Baden. Dort habe ich mit Linda und ihren Freunden abgemacht. Eine lustige Wohngemeinschaft. Engländer und Schweizer. Und ja, eigentlich wollte ich heute Abend in Spreitenbach sein. Kleine Plan/Routenänderung.
Zuerst spazierte ich durch Baden, nette Stadt. Am unteren Ende der Altstadt ist der Casino-Park. Schönes Viertel. Früher eine Hochburg einer spiesigen, bürgerlichen Gesellschaft. Mario Botta gestaltet diesen Raum um, Gentrifikation folgt wahrscheinlich bald. Item: ich sehe einen kleinen, schmucken Laden, eine Art Flohmarkt, Trödelladen, was auch immer. Eine sehr nette Besitzerin; ich drehe ein Portrait über sie. Anschliessend noch langes Gespräch ohne Kamera. Eine weitere Sozialstudie im urbanen Mittelland der Grosstadt Schweiz.
Roger Levy von KuzlturTV.ch hat soeben das Gespräch mit mir von gestern Abend in Olten online gestellt. Habe es selber noch nicht angehört, wie auch. Habe gar keine Zeit.
Morgen ist hoffentlich das Wetter besser. Morgen soll endlich gewandert werden durch den urbanen Raum der Agglomeration Zürich. Spreitenbach Richtung Neftenbach bei Winterthur. Dort soll es irgendwo einen „Weber-Park“ geben. Eventuell gibt das ein Portrait mit dem Künstler/Initiant.
Jetzt nimmt Linda die Gitarre hervor: wow!
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Den heutigen Tag könnte man als „Day Off“ bezeichnen. Nicht wirklich viel passiert; oder doch?! Am späten Vormittag verliess ich das 11. Stockwerk bei Anna. Weitere Sozialstudie beendet.
Es regnete in Olten in strömen. Bis in den späten Nachmittag hinein verweilte ich im Restaurant Alte Mühle. Eigentlich wollte ich wandern. Richtung Atomkraftwerk. Nach 14.00 Uhr entschied ich mich, mit dem Zug nach Baden zu fahren. Im Zug brauste der spannende urbane Raum an mir vorbei. Jenen Raum, den ich eigentlich durchwandern wollte. Ich weiss jetzt, dass eine einzige Reise keinen ganzen Film macht. Ich muss die Gegend nochmals begehen, dann wirklich zu Fuss. Eventuell mehrmals, und die Menschen nochmals treffen. So viele Hochhäuser und Baustellen, die den ländlichen Raum mehr und mehr zum urbanen Ganzen werden lassen. Also, gegen 15:00 war ich in Baden. Dort habe ich mit Linda und ihren Freunden abgemacht. Eine lustige Wohngemeinschaft. Engländer und Schweizer. Und ja, eigentlich wollte ich heute Abend in Spreitenbach sein. Kleine Plan/Routenänderung.
Zuerst spazierte ich durch Baden, nette Stadt. Am unteren Ende der Altstadt ist der Casino-Park. Schönes Viertel. Früher eine Hochburg einer spiesigen, bürgerlichen Gesellschaft. Mario Botta gestaltet diesen Raum um, Gentrifikation folgt wahrscheinlich bald. Item: ich sehe einen kleinen, schmucken Laden, eine Art Flohmarkt, Trödelladen, was auch immer. Eine sehr nette Besitzerin; ich drehe ein Portrait über sie. Anschliessend noch langes Gespräch ohne Kamera. Eine weitere Sozialstudie im urbanen Mittelland der Grosstadt Schweiz.
Roger Levy von KuzlturTV.ch hat soeben das Gespräch mit mir von gestern Abend in Olten online gestellt. Habe es selber noch nicht angehört, wie auch. Habe gar keine Zeit.
Morgen ist hoffentlich das Wetter besser. Morgen soll endlich gewandert werden durch den urbanen Raum der Agglomeration Zürich. Spreitenbach Richtung Neftenbach bei Winterthur. Dort soll es irgendwo einen „Weber-Park“ geben. Eventuell gibt das ein Portrait mit dem Künstler/Initiant.
Jetzt nimmt Linda die Gitarre hervor: wow!
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Kommentare
Mi, 16.12.2009 21:13
natürlich in die andere richtu ng (würde ich mal sagen). lie be grüsse und vielleicht treff en wir uns bald mal wied [...]
Fr, 06.11.2009 22:09
Zu den Themen Zersiedelung und Überfremdung ein Hinweis auf eine aktuelle Debatte: "Die Gr enzen des Wachstums lass [...]
Sa, 31.10.2009 11:08
Dieses Thema wird die ganze Be völkerung ansprechen,die Polit ik hat versagt. Frau Bundesrät in E.Schlumpf-Widmer ist [...]
So, 05.07.2009 08:53
Weniger Energieverbrauch? Das ist physikalisch unmöglich. Da dieser Zug wesentlich schnell er fährt ist der Energie [...]
Fr, 03.07.2009 23:30
Diese Idee ist einfach SUPER!! !