Für viele Menschen ist
Rauplanung eine langweilige und trockene Angelegenheit. Auch bei
Journalisten haben raumplanerische Themen nicht die notwenige Priorität. Unbewusst jedoch wird über Themen (
Infrastrukturbau,
Autobahnbau,
Überbevölkerung etc.) berichtet, die in kausalem Zusammenhang mit der
Raumplanung stehen. Nicht selten sind gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Themen die Folge einer schlechten oder unzureichenden Raumplanung. Den direkten Folgen der Raumplanung auf Natur und Mensch werden in den Medien und in der Gesellschaft immer noch zu wenig Beachtung geschenkt .
Ja, es ist generell noch kein (oder mangelhaftes) Bewusstsein über die Konsequenzen erfolgreicher aber vor allem negativer Raumplanung vorhanden.
Zersiedelte Landschaft beispielsweise, hat den Ausbau von Strassen zur Folge. Neue Strassen generieren erneut mehr Siedlungen und lassen die Lärmbelastung ansteigen. Lärm wiederum empfinden viele Menschen als störend, ja kann sogar das Leben und das soziale Umfeld beeinträchtigen.
Weiter grenzt eine verstädterte Landschaft den Lebensraum der Tiere ein und dezimiert die
Biodiversität. Schlussendlich wird auch der Lebensraum der Menschen eingeschränkt und einer Betonwüste geopfert.
Anders ausgedrückt: vernachlässigte oder falsch eingesetzte Raumplanung hat wirtschaftliche und ökologische Folgen, die den Menschen nicht nur finanziell sondern auch sozial belasten.
Raumplanerische Themen finden leider zu selten in den Medien statt. Literatur zu solchen Themen richtet sich meistens an Raumplaner. Raumplaner schreiben für Raumplaner, Fachidioten schreiben für Fachidioten. Wissende schreiben für Wissende und klären sich gegenseitig auf. Ein neues 752 seitiges Buch (
«Die ausgewechselte Landschaft») der beiden Autoren
Klaus C. Ewald und Gregor Klaus ist nur ein Beispiel dafür. Es ist zu hoffen, dass vermehrt Journalisten solche Bücher lesen und solches Wissen in die Gesellschaft transportieren. Also einen Mehrwert an Wissen und Sensibilität generieren.
Nebst Wissenden braucht es vor allem auch Handelnde. Menschen, die den Raum und Boden als enbdliche Ressource erkennen und sich für deren Schutz einsetzen.
raumplanungmachtschule.ch verfolgt das Ziel, junge Menschen bereits in der Schule für raumplanerische Themen zu sensibilisieren. Guter Ansatz. Verstärkte Sensibilität an Schulen für Umwelt- und Raumplanungsthemen wäre sicher eine Ünberlegung wert. Verstärkte Anstrengungen und Aufklärung über die Verwendung, bzw. Verschwendung von Raum und Ressourcen an den Schulen, wäre sicher alles andere als kontraproduktiv.
Kommentare
Mi, 16.12.2009 21:13
natürlich in die andere richtu ng (würde ich mal sagen). lie be grüsse und vielleicht treff en wir uns bald mal wied [...]
Fr, 06.11.2009 22:09
Zu den Themen Zersiedelung und Überfremdung ein Hinweis auf eine aktuelle Debatte: "Die Gr enzen des Wachstums lass [...]
Sa, 31.10.2009 11:08
Dieses Thema wird die ganze Be völkerung ansprechen,die Polit ik hat versagt. Frau Bundesrät in E.Schlumpf-Widmer ist [...]
So, 05.07.2009 08:53
Weniger Energieverbrauch? Das ist physikalisch unmöglich. Da dieser Zug wesentlich schnell er fährt ist der Energie [...]
Fr, 03.07.2009 23:30
Diese Idee ist einfach SUPER!! !