Der Tages Anzeiger will offenbar am nächsten Samstag erklären, wem die Zürcher Bahnhofstrasse gehört. Banken, Industriellenfamilien, Multinationale Konzerne etc. etc. Dazu passt "Wem gehört die Schweiz?" Und dazu passt auch die ganze Diskussion um den Wanderweg rund um den Zürisee. Dort residieren eben die CEOs, Manager und Eigentümer dieser grossen Fimen an der Bahnhofstrasse, die ohne schlechtes Gewissen ihre Vorzeigevillen bis ans Seeufer verbetoniert haben. Und die Behörden haben jahrzehntelang beide Augen zugedrückt. Hauptsache neue, potente Steuerzahler in die Gemeinden locken mit bewährten standortmarketing-singenden Seesicht-Slogans. Die Schweiz gehört eben nicht Vielen, sondern Wenigen. Jenen, die es sich leisten können auf Kosten der Anderen zu leben.
24-06-10
Wem gehört die Zürcher Bahnhofstrasse? // Wem gehört die Schweiz?
Der Tages Anzeiger will offenbar am nächsten Samstag erklären, wem die Zürcher Bahnhofstrasse gehört. Banken, Industriellenfamilien, Multinationale Konzerne etc. etc. Dazu passt "Wem gehört die Schweiz?" Und dazu passt auch die ganze Diskussion um den Wanderweg rund um den Zürisee. Dort residieren eben die CEOs, Manager und Eigentümer dieser grossen Fimen an der Bahnhofstrasse, die ohne schlechtes Gewissen ihre Vorzeigevillen bis ans Seeufer verbetoniert haben. Und die Behörden haben jahrzehntelang beide Augen zugedrückt. Hauptsache neue, potente Steuerzahler in die Gemeinden locken mit bewährten standortmarketing-singenden Seesicht-Slogans. Die Schweiz gehört eben nicht Vielen, sondern Wenigen. Jenen, die es sich leisten können auf Kosten der Anderen zu leben.
23-06-10
Re-Organisation Schweiz: «der Bund» - «Ein neuer Grosskanton soll die Jurafrage lösen»
Der ehemalige Direktor des Bundesamtes für Raumentwicklung, Pierre-Alain Rumley, hat ein Buch über die Zukunft des Kantons Jura geschrieben. Er stellt sich ein Grosskanton «Jurabogen» vor und will auch sonst die Schweiz reorganisiern und die Kantone neu ordnen.
Hier gehts zumn Artikel.
Hier noch meine früheren Überlegungen zum Thema
-Skizze: Reorganisation Schweiz
-Erfolgreiche Umsetzung von Gemeindefusionen
-Proklamation: Freistaat Bodensee
Hier gehts zumn Artikel.
Hier noch meine früheren Überlegungen zum Thema
-Skizze: Reorganisation Schweiz
-Erfolgreiche Umsetzung von Gemeindefusionen
-Proklamation: Freistaat Bodensee
18-01-10
Max Frisch zu Eigentum // Fragebogen
Durch meine Arbeiten an Eigentum- und Bodenrecht (Wem gehört die Schweiz?) habe ich in meinem Bücherregal den Fragebogen (Suhrkamp Verlag) von Max Frisch wieder entdeckt. Meines Erachtens liest sich Frisch nach wie vor am spannendsten, wenn er sich kritisch über sein Land äussert. Abgesehen davon, ist der Fragebogen der ideale Rohstoff für philosophische Abende bei einem guten Tropfen Wein. Jedenfalls, in Fragebogen X machte sich Frisch 1972 unter anderem folgende Überlegungen zum Eigentum:
3)
Was empfinden Sie als Eigentum?
a) was sie gekauft haben?
b) was sie erben?
c) was sie gemacht haben?
8 )
Gesetzt den Fall, Sie haben ein Grundstück gekauft: wie lange dauert es, bis Sie die Bäume auf diesem Grundstück als Eigentum empfinden, d.h. dass das Recht, diese Bäume fällen zu lassen, Sie beglückt oder Ihnen zumindest selbstverständlich vorkommt?
9)
Erleben Sie einen Hund als Eigentum?
10)
Mögen Sie Einzäunungen?
14)
Sammeln Sie auch Kunst?
17)
Wieviel Eigentum an Grund und Boden brauchen Sie, um keine Angst zu haben vor der Zukunft? (Angabe in Quadratmetern.) Oder finden Sie, dass die Angst eher zunimmt mit der Grösse des Grundeigentums?
19)
Wenn es nur noch das Eigentum gäbe an Dingen, die Sie verbrauchen, aber kein Eigentum, das Macht gibt über andere: möchten Sie unter solchen Umständen noch leben?
3)
Was empfinden Sie als Eigentum?
a) was sie gekauft haben?
b) was sie erben?
c) was sie gemacht haben?
8 )
Gesetzt den Fall, Sie haben ein Grundstück gekauft: wie lange dauert es, bis Sie die Bäume auf diesem Grundstück als Eigentum empfinden, d.h. dass das Recht, diese Bäume fällen zu lassen, Sie beglückt oder Ihnen zumindest selbstverständlich vorkommt?
9)
Erleben Sie einen Hund als Eigentum?
10)
Mögen Sie Einzäunungen?
14)
Sammeln Sie auch Kunst?
17)
Wieviel Eigentum an Grund und Boden brauchen Sie, um keine Angst zu haben vor der Zukunft? (Angabe in Quadratmetern.) Oder finden Sie, dass die Angst eher zunimmt mit der Grösse des Grundeigentums?
19)
Wenn es nur noch das Eigentum gäbe an Dingen, die Sie verbrauchen, aber kein Eigentum, das Macht gibt über andere: möchten Sie unter solchen Umständen noch leben?
03-01-10
Wem gehört die Schweiz? Unternehmensvergleich 1984/2008
In der Buchpublikation Wem gehört die Schweiz?, bin ich auf Seite 135 auf eine interessante Graphik gestossen. Sie zeigt die zwölf erfolgreichsten Schweizer Unternehmen im Jahr 1984. Interessant wird es vor allem, wenn man die Zahlen von 1984 mit denjenigen von 2008 vergleicht, also fast ein Viertel Jahrhundert später. Auffällig ist, dass von der Liste 1984 heute nur noch der Lebensmittelriese Nestlé, der Detailhändler Migros, praktisch die gesamte Pharmabranche durch Roche (früher Hofmann La-Roche), Novartis (entstanden aus Ciba-Geigy AG und Sandoz) und der Industrieriese ABB (früher Brown-Boveri) dabei sind. Die restlichen Unternehmen, sind in der Umsatz-Hitparade aus den Top 12 heraus gefallen (Coop, PTT bzw. Swisscom, Alusuisse, Andrè SA, Dow Chemical Europe SA und die Pirelli Gruppe).
Vergleicht man also die verbleibenden und damit heute noch existenten Unternehmen punkto Umsatz erkennt man folgendes:
1. Das erfolgreichtse Schweizer Unternehmen 1984, also Nestlé, erwirtschaftete damals einen Gewinn von rund 31,1 Milliarden Franken: das ist eine Milliarde Franken weniger als 2008 das siebte erfolgreichste Unternehmen, Adecco mit rund 32,1 Milliarden Franken, umgesetzt hat.
2. das siebte erfolgreichste Unternehmen 1984, die Pirelli Gruppe machte einen Umsatz von rund 8,3 Milliarden Franken. Ein Unternehmen das 2008 einen vergleichbaren Umsatz macht, findet sich (2008) erst auf Rang 24, Richemonnt aus Bellevue.
Hier ist die eingescannte Liste aus dem Buch von 1984 und die Liste von 2008 aus Wikipedia.


Die Migros hat ihren Gewinn seit 1984 um knapp eine Milliarde Franken gesteigert. Der Gewinn von Nestlé hat sich innerhalb von 24 Jahren auf 15 Milliarden Franken gesteigert, also mehr als verzehnfacht. (siehe Graphik unten) Interessant wäre es noch, in Erfahrung zu bringen, wie sich in den beiden Unternehmen die Sozialleistungen sowie die Löhne entwickelt haben. Wobei ein Vergleich wahrscheinlich nicht ganz fair und aussagekräftig wäre, da Nestlé rund um den Globus Menschen auch zu niedrigen Löhnen beschäftigt, während der Orange-Riese hauptsächlich in der Schweiz geschäftet und einen Mindestlohn von 3'700 Franken garantiert (stand 2009).
Vergleicht man also die verbleibenden und damit heute noch existenten Unternehmen punkto Umsatz erkennt man folgendes:
1. Das erfolgreichtse Schweizer Unternehmen 1984, also Nestlé, erwirtschaftete damals einen Gewinn von rund 31,1 Milliarden Franken: das ist eine Milliarde Franken weniger als 2008 das siebte erfolgreichste Unternehmen, Adecco mit rund 32,1 Milliarden Franken, umgesetzt hat.
2. das siebte erfolgreichste Unternehmen 1984, die Pirelli Gruppe machte einen Umsatz von rund 8,3 Milliarden Franken. Ein Unternehmen das 2008 einen vergleichbaren Umsatz macht, findet sich (2008) erst auf Rang 24, Richemonnt aus Bellevue.
Hier ist die eingescannte Liste aus dem Buch von 1984 und die Liste von 2008 aus Wikipedia.

Grosse Unternehmen 1984 (aus Wem gehört die Schweiz?)

Grosse Firmen 2008 (aus Wikipedia)
Die Migros hat ihren Gewinn seit 1984 um knapp eine Milliarde Franken gesteigert. Der Gewinn von Nestlé hat sich innerhalb von 24 Jahren auf 15 Milliarden Franken gesteigert, also mehr als verzehnfacht. (siehe Graphik unten) Interessant wäre es noch, in Erfahrung zu bringen, wie sich in den beiden Unternehmen die Sozialleistungen sowie die Löhne entwickelt haben. Wobei ein Vergleich wahrscheinlich nicht ganz fair und aussagekräftig wäre, da Nestlé rund um den Globus Menschen auch zu niedrigen Löhnen beschäftigt, während der Orange-Riese hauptsächlich in der Schweiz geschäftet und einen Mindestlohn von 3'700 Franken garantiert (stand 2009).

Unternehmensvergleich Migros/Nestlé
02-01-10
Wem gehört die Schweiz? Geschichtsunterricht Teil III: vom Hirtenland zur Bürger- und Industriegesellschaft

der Zaun: Symbol der Bürgerlichkeit und Beginn der Ungleichheit unter den Menschen.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, werden genossenschaftlich betriebene Allmenden überflüssig. Kommerzielle Anreize verdrängen genossenschaftliche Strukturen. Dies führt in der Landwirtschaft zum totalen Umbruch. Die Bauern beginnen ihr Vieh im Stall zu füttern (Anfang der Stallhaltung und gleichzeitiger Beginn der Nutztierhaltung). Um das Vieh im Stall zu füttern, wird das Brachland mit Futterpflanzen wie Klee bepflanzt. Der Bauer wird zusehends zum Unternehmer, er konzentriert sich verstärkt auf gewinnbringende Tätigkeiten. Die Arbeit als Ganzes geht verloren, sie wird ausgetauscht in einzelne ökonomische Bereiche. Der Bauer wird also vom genossenschaftlich, kollektiv organisierten Land-Be-Wirt-Schafter zum Agrarindividualisten. Dies hat Folgen auf das grundsätzliche Verhältnis zwischen Mensch und Boden, dieses wird unwiderbringlich verändert.
Die «staatlichen» Behörden teilen die Allmenden unter Grundeigentümern auf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts sind die Schweizer Städte praktisch «ausverkauft», alles Land an Private überschrieben. Dadurch wird auch die Stadtentwicklung (bis heute) behindert, ja ein regelrechter Wirrwarr um Eigentumsrechte behindert sie.
Jedenfalls: Das sichtbare Zeichen jener Zeit war die Einzäunung von neu erworbenem Eigentum. Jean-Jaques Rouesseau («In der Schweiz trifft man überall auf Häuser») hat in seiner «Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen» die Einzäunung durch Grundbesitzer so erklärt....
«Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: dies ist mein und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: ,Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.»
Das heisst: heutige Eigentumsformen haben ihren Ursprung in aufklärerischen und liberalen Theorien des 18./19.Jahrhunderts. Eigentum als unabdingbarer Bestandteil für die Freiheit des Individuums.
Der Grundeigentümer, Besitzer von Eigentum darf also seinen Boden:
verkaufen, verpfänden, verschenken, bebauen, ertrags- und wertvermehrend pflegen, vernachlässigen, zerstören, als vVermögensobjekt einsetzen, brachliegenlassen etc...
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Kommentare
Mi, 16.12.2009 21:13
natürlich in die andere richtu ng (würde ich mal sagen). lie be grüsse und vielleicht treff en wir uns bald mal wied [...]
Fr, 06.11.2009 22:09
Zu den Themen Zersiedelung und Überfremdung ein Hinweis auf eine aktuelle Debatte: "Die Gr enzen des Wachstums lass [...]
Sa, 31.10.2009 11:08
Dieses Thema wird die ganze Be völkerung ansprechen,die Polit ik hat versagt. Frau Bundesrät in E.Schlumpf-Widmer ist [...]
So, 05.07.2009 08:53
Weniger Energieverbrauch? Das ist physikalisch unmöglich. Da dieser Zug wesentlich schnell er fährt ist der Energie [...]
Fr, 03.07.2009 23:30
Diese Idee ist einfach SUPER!! !