Der urchige, eigenwillige und trotzdem liebenswerte Hochparterre Stadtwanderer Benedikt Loderer wird also pensioniert. Mit dem «Tagi» ist er nun zum letzten Mal durch «sein» Zürcher Niederdorf spaziert. Das interessannteste und lustigste, ist allerdings im Kästchentext unten beim Artikel zu finden. Loderer zum Stichwort Einsprachen:
«Der grösste Bauverhinderer ist nicht der VCS, sondern der Nachbar. Je höher die Advokatendichte in einem Quartier, desto höher die Zahl der Einsprachen. Manchmal machen sie aber auch nur die hohle Hand und geben zu erkennen, dass sie für einen 50er die Einsprache zurückziehen. Am übelsten war es damit beim Projekt Forsterwiese am Zürichberg – dieselben, die gegen das Projekt Einsprache erhoben haben, haben wohl auch der Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts zugestimmt.»
20-02-10
«Stadt vor Augen - Landschaft im Kopf!» die Utopie der schönen Schweiz und die Realität einer verunstalteten Schweiz!
Das Naturama in Aarau startet am 27. Februar die Ausstellung «Stadt vor Augen - Landschaft im Kopf». Danke Niklaus Lenherr für den Hinweis. Endlich mal eine Ausstellung die sich dem wichtigsten Thema der Schweiz annimmt. In den Köpfen der Schweizer Bevölkerung haftet nach wie vor das Bild einer idyllischen, schönen Käse- und Kuh-Schweiz. Es ist das vermeintliche Bild einer ruralen Schweiz mit unberührten Landschaften, strahlen blauen Bergseen und einem starken Agrarsektor. Dies obwohl die Realität mittlerweile dezidiert anders ausssieht. Das «schöne Land» ist zersiedelt, verbetoniert, verpflastert und immer so fort. Die grünen Agrarflächen verschwinden in jeder Sekunde um mindestens einem Quadratmeter. Die Schweiz ist definitiv kein Land mehr, sondern eine Stadt. Switzerland goes Switzercitiy.
Die Initianten der Ausstellung schreiben in ihrer Broschüre, «wenn Natur und Landschaft nicht nur als Erinnerung und Sehnsucht im Kopf überleben sollen, dann braucht die Schweiz eine neue Auseindersetzung zur Frage "Welche Schweiz wollen wir"?» Die Ausstellung gebe dazu den Einstieg in die nötige Debatte, heisst es weiter.
Vernissage ist am Freitag, den 26. Februar, 19.00 Uhr im Naturama Aarau mit Gastredner Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (meine Begegnung mit Rodewald). Die Ausstellung dauert bis 17. Oktober. An der Finissage wird dann Otto Sieber von Pro Natura dort sein und der Musiker Tinu Heiniger mit seinem «Bärg u Talsänger».
die Ausstellung soll ab November 10 auch in der Bundesstadt zusehen sein.
Die Initianten der Ausstellung schreiben in ihrer Broschüre, «wenn Natur und Landschaft nicht nur als Erinnerung und Sehnsucht im Kopf überleben sollen, dann braucht die Schweiz eine neue Auseindersetzung zur Frage "Welche Schweiz wollen wir"?» Die Ausstellung gebe dazu den Einstieg in die nötige Debatte, heisst es weiter.
Vernissage ist am Freitag, den 26. Februar, 19.00 Uhr im Naturama Aarau mit Gastredner Raimund Rodewald von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (meine Begegnung mit Rodewald). Die Ausstellung dauert bis 17. Oktober. An der Finissage wird dann Otto Sieber von Pro Natura dort sein und der Musiker Tinu Heiniger mit seinem «Bärg u Talsänger».
die Ausstellung soll ab November 10 auch in der Bundesstadt zusehen sein.
21-01-10
Nein zur Landschaftsinitiative - Bundesrat erteilt Initianten eine Absage
Der Bundesrat will die Landschaftsinitiative nicht unterstützen. Er stört sich vor allem am 20-jährigen Moratorium für die Schaffung neuer Bauzonen, wie es die Initianten verlangen.
Stattdessen will der Bundesrat die Raumplanung so weiterführen, wie er es während der letzten 40 Jahre getan hatte. Abwarten und Teetrinken.
Der Bundesrat sieht war Handlungsedarf und «ungelöste Probleme der schweizerischen Raumplanung». Einen einschneidenden und nützlichen Schritt, will er aber nicht gehen. Als indirekter Gegenvorschlag zur Initiative, verlangt der Bundesrat eine Teilrevision des Raumplanungsgesetzes. Diese Revision soll klare Vorgaben an die Richtpläne der Kantone enthalten und auch zwingende Aussagen zur Grösse und räumlichen Verteilung der Siedlungsflächen machen. Um der Bauspekulation entgegen zu wirken, sollen zudem Abgaben und Bauverpflichtungen eingeführt werden. Sogar Enteignungen sieht die Landesregierung vor, für den Fall, dass Baulandbesitzer ihr Land nicht fristgerecht überbauen wollen.
Artikel bei Newsnetz
Artikel bei NZZ Online
Stattdessen will der Bundesrat die Raumplanung so weiterführen, wie er es während der letzten 40 Jahre getan hatte. Abwarten und Teetrinken.
Der Bundesrat sieht war Handlungsedarf und «ungelöste Probleme der schweizerischen Raumplanung». Einen einschneidenden und nützlichen Schritt, will er aber nicht gehen. Als indirekter Gegenvorschlag zur Initiative, verlangt der Bundesrat eine Teilrevision des Raumplanungsgesetzes. Diese Revision soll klare Vorgaben an die Richtpläne der Kantone enthalten und auch zwingende Aussagen zur Grösse und räumlichen Verteilung der Siedlungsflächen machen. Um der Bauspekulation entgegen zu wirken, sollen zudem Abgaben und Bauverpflichtungen eingeführt werden. Sogar Enteignungen sieht die Landesregierung vor, für den Fall, dass Baulandbesitzer ihr Land nicht fristgerecht überbauen wollen.
Artikel bei Newsnetz
Artikel bei NZZ Online
19-01-10
Swissmetro gibt nicht auf - Todgesagte leben länger...
Wenn die Schweizer eines können, dann ist es Löcher in die Berge buddeln und diese Löcher für den Schienen- und Strassenverkehr nutzbar zu machen, so wie das beispielsweise am Gotthard der Fall ist. Geht es allerdings um innovative und neuartige Verkehrssysteme im Mittelland, tun sich Investoren und Triebkräfte schwer. So auch beim Megaprojekt Swissmetro.
Das Projekt Swissmetro lebt und wird weitergeführt wie bisher, daran ändernauch die Schlagzeilen der letzten Monate nichts.
...teilen die Initianten des grössten U-Bahn-Projekts der Schweiz in ihrem Newsletter mit. Nach zwei Jahren Funkstille soll die Swissmetro AG nun aufgelöst und dann gleichzeitig eine Wiederbelebungsmassnahme eingeleitet werden. Offenbar ist den Initianten das Geld ausgegangen für die Weiterführung der Aktiengesellschaft. Alle Daten, Pläne, Studien etc. sollen der ETH Lausanne übergeben werden, die das Projekt weiter verfolgen will.
Muss gelegentlich mal nachfragen, wies denn beim Konkurrenz-Produkt Swiss Rapide Express von Niklaus König finanziell aussieht.
Das Projekt Swissmetro lebt und wird weitergeführt wie bisher, daran ändernauch die Schlagzeilen der letzten Monate nichts.
...teilen die Initianten des grössten U-Bahn-Projekts der Schweiz in ihrem Newsletter mit. Nach zwei Jahren Funkstille soll die Swissmetro AG nun aufgelöst und dann gleichzeitig eine Wiederbelebungsmassnahme eingeleitet werden. Offenbar ist den Initianten das Geld ausgegangen für die Weiterführung der Aktiengesellschaft. Alle Daten, Pläne, Studien etc. sollen der ETH Lausanne übergeben werden, die das Projekt weiter verfolgen will.
Muss gelegentlich mal nachfragen, wies denn beim Konkurrenz-Produkt Swiss Rapide Express von Niklaus König finanziell aussieht.
Wakkerpreis 2010 für Bündner Gemeinde Fläsch
Die Gemeinde Fläsch erhält den Wakkerpreis 2010 für ihre vorbildliche Ortsplanung.
Wie soll eine Gemeinde aussehen? Welchen Charaketer soll die Gemeinde haben? Diese Frage beschäftigt viele Gemeinden. Viele Strukturen in ländlichen Gebieten stammen aus einer Zeit mit anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsformen. So ist das Bild ländlicher Gemeinden häufig durch die Landwirtschaft geprägt, auch wenn die Mehrheit der Bewohner nur in der Gemeinde wohnt wohnt, aber ihre Arbeit in grösseren Ballungszentren findet.
Schwerpunkt der Fläscher Ortsplanungsrevision war, den Charakter eines Weinbaudorfs zu erhalten und nach Möglichkeit weiterzuentwickeln.
Raumplaner der HTW Chur schlugen der gemeinde eine Bauzonenänderung vor, so dass möglichst viele der Weinberge im Dorf erhalten bleiben. 2008 stimmten die Stimmbürger von Fläsch der Ortsplanungsrevision zu. Nun haben die Bewohner Fläschs durch den Wakkerpreis Annerkennung erhalten.
Wie soll eine Gemeinde aussehen? Welchen Charaketer soll die Gemeinde haben? Diese Frage beschäftigt viele Gemeinden. Viele Strukturen in ländlichen Gebieten stammen aus einer Zeit mit anderen Gesellschafts- und Wirtschaftsformen. So ist das Bild ländlicher Gemeinden häufig durch die Landwirtschaft geprägt, auch wenn die Mehrheit der Bewohner nur in der Gemeinde wohnt wohnt, aber ihre Arbeit in grösseren Ballungszentren findet.
Schwerpunkt der Fläscher Ortsplanungsrevision war, den Charakter eines Weinbaudorfs zu erhalten und nach Möglichkeit weiterzuentwickeln.
Raumplaner der HTW Chur schlugen der gemeinde eine Bauzonenänderung vor, so dass möglichst viele der Weinberge im Dorf erhalten bleiben. 2008 stimmten die Stimmbürger von Fläsch der Ortsplanungsrevision zu. Nun haben die Bewohner Fläschs durch den Wakkerpreis Annerkennung erhalten.
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Kommentare
Mi, 16.12.2009 21:13
natürlich in die andere richtu ng (würde ich mal sagen). lie be grüsse und vielleicht treff en wir uns bald mal wied [...]
Fr, 06.11.2009 22:09
Zu den Themen Zersiedelung und Überfremdung ein Hinweis auf eine aktuelle Debatte: "Die Gr enzen des Wachstums lass [...]
Sa, 31.10.2009 11:08
Dieses Thema wird die ganze Be völkerung ansprechen,die Polit ik hat versagt. Frau Bundesrät in E.Schlumpf-Widmer ist [...]
So, 05.07.2009 08:53
Weniger Energieverbrauch? Das ist physikalisch unmöglich. Da dieser Zug wesentlich schnell er fährt ist der Energie [...]
Fr, 03.07.2009 23:30
Diese Idee ist einfach SUPER!! !